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Weihnachtsgruß

Liebe Mitglieder der DJK Betzdorf,


am Samstag haben wir unseren Freund, langjährigen Vorsitzenden, Sportkameraden Aloysius Mester zu Grabe getragen. Die Totenglocken waren noch nicht lange verklungen, als der vierte Advent anbrach. Aus dem Blick ins Grab, die tiefste aller Dunkelheiten, wenden sich die Augen zur vierten Kerze, die im Verbund mit den anderen den Adventskranz hell erstrahlen lässt. Der runde Adventskranz ist ein Symbol für die Ewigkeit, denn der Kranz hat keinen Anfang und kein Ende. Das Grün ist die Farbe der Hoffnung. Der helle Adventskranz lenkt den Blick auf das kommende, das All umstrahlende Licht:

die Geburt Jesu am Heiligen Abend!

Ob wir dem kleinen Jesuskind zu viel zumuten, wenn es auf die Welt kommt?
Eine Welt, die immer komplexer und unübersichtlicher wird und deren Herrschende nur Macht und Machterhaltung im Blick haben und die Verantwortung für die Schöpfung verleugnen. Moralischer, geistiger, ethischer und auch religiöser Raubbau mit nicht absehbaren Folgen. Wohl sehbar, die Folgen des Klimawandels. Und die machen große Angst. Es wird dunkel, sehr dunkel in dieser Welt und kalt, trotz Rekordwärme in den letzten Jahren.
Trotz all dieser Szenarien die Hoffnung nicht zu verlieren, das ist nicht so einfach.
Wider aller Hoffnung, hoffen? Das Kind ist immer ein Kind der Hoffnung!


In diese Welt kommt fast unbemerkt in einem Stall das Kind Marias zur Welt. Dies bezeugen die Engel und die eilig herbeigeeilten Hirten.
Jesus ist geboren, unter armseligen Bedingungen, sein Leben ist von Anfang an bedroht. So müssen Maria und Josef mit Jesus nach Ägypten fliehen, um der Mordlust des Herodes zu entkommen. Die erste weltweit bekannte Flüchtlingsfamilie ist unsere Heilige Familie. Zu Glück wurden sie im fremdem Land aufgenommen, gab man ihnen eine Chance zu überleben.


Gott wird Mensch. Das ist einmalig und wunderbar. Gott teilt die Freuden des Lebens, teilt die Sorgen, die Zweifel und die Hoffnung. Er lebt und er leidet.
Sein Tod , und das ist das Besondere an unserem christlichen Glauben, am Kreuz ist nicht das Ende. Das Grab ist leer, der Held erwacht und der Osterglanz steht über allem: Der Tod ist überwunden.


Weihnachten müssen wir immer über Ostern entdecken. Nur weil Ostern, die Grundfeste der Jüngerinnen und Jünger gestärkt hat und sie den Mut aufbrachten, ihre Gemeinschaft zu stärken und die Frohe Botschaft zu verbreiten, kam der Blick auf die Umstände der Geburt Jesu. Markus und
Johannes haben keine Geschichten über die Kindheit Jesu notiert. Aber Lukas und Matthäus. Ihnen war die Geburt wichtig, um zu zeigen, dass die größte Dunkelheit beginnend mit der Geburt Jesu aufgelöst wird in das Licht des Lebens, das auch den irdischen Tod überstrahlt.
Aloysius hat wie viele andere auch aus unserer DJK -Familie das Weihnachtsfest geliebt. Aber er hat auch geglaubt, dass die Auferstehung alles überstrahlt, auch die Dunkelheit des irdischen Todes.

Anvertraut


mache dich auf den Weg


selbst wenn du
vor dem Stall noch stolperst
sieh den Sternenglanz
an deinen staubigen Händen
behüte die Hoffnung in deinem Herzen
reib sie blank sieh sie an
mit liebenden mit verstehenden Augen


du bist ihm anvertraut
dem Kind
schon immer
für immer


auf ewig


Cornelia Elke Schray


Nehmen wir uns Zeit in den nächsten Tagen, um Ruhe zu finden, Stille wahrnehmen zu können. Damit der kleine Jesus in unser Leben wirklich eintreten kann, braucht es STILLE. Wenn wir in unsere Krippe schauen, dann wird die Stille zur Wohltat. Weihnachtliche Wohltat, die uns und unseren Familien gut tut.


Euch allen wünsche ich stille, wohltuende Momente in den Weihnachtstagen, ein offenes Gespür für den neuen Menschen in Jesus und in uns.

Frohe Weihnachten!


Peter Meinung
(Geistlicher Beirat)

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