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Handballer zahlen erneut Lehrgeld

Betzdorf steht sich erneut selbst im Weg

Nach knapp eineinhalb Jahren durften die Handballer aus Betzdorf endlich wieder ihre Zuschauer zu einem Heimspiel in der Molzberghalle begrüßen. Die Vorfreude im Vorfeld war groß. Da diese Gelegenheit auch genutzt wurde, um die neuen Trikots vorzustellen, die akribisch geplant und mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren umgesetzt wurden.

Jedoch musste die DJK auch einige Stolpersteine in der letzten Woche überwinden. Das Heimspiel gegen die TS Oberlahnstein musste aufgrund von Verletzungen auf Seiten der Gäste abgesagt werden. Wodurch man mit nur zwei bestrittenen Partien in der fünften Woche der laufenden Saison noch nicht richtig in den Rhythmus gefunden hat. Zusätzlich ließen sich die Trainingseinheiten unter der Woche krankheitsbedingt nur dezimiert bestreitet. Dies schlug sich auch auf den Kader für das Spiel am Sonntag nieder. Nichtsdestotrotz wollte die Mannschaft um Trainer Marco Cassens unbedingt in ihrer ersten Landesliga Saison zwei Punkte gegen die Dritte der neu formierten HC Koblenz einheimsen.

Den knapp 200 Zuschauern wurde dann ein Spiel geboten, dass man so eigentlich nicht von der spielfreudigen Mannschaft kannte. Im Angriff taten sich die Betzdorfer zu Beginn schwer. Selten konnten Durchbrüche erzielt werden und bei den herausgespielten Torchancen zeichnete sich der gut aufgelegte Torwart der Koblenzer aus. In der Abwehr zeigte sich die DJK von einer anderen Seite. Die Blau-Weißen stellten im Verbund zusammen mit dem Torhüter eine sehr kompakte, sichere Abwehr und forcierten so schlechte Wurfpositionen der Koblenzer. Dadurch stand es nach 20 Minuten erst 5:5. Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr der DJK nutzten die Gäste konsequent aus. Währenddessen konnten die Betzdorfer herausgespielte Gegenstöße und sieben Meter nicht im Tor unterbringen. Folgerichtig ging man mit einem Defizit von vier Toren in die Halbzeit.

Trainer Cassens blieb nicht viel in der Halbzeit zu analysieren. Die Abschlussprobleme waren auch für Handball-Neulinge in der Halle offensichtlich. Er forderte seine Mannschaft weiterhin mit erhobenem Haupt auf die Platte zu gehen und sich für die starke Abwehrarbeit der ersten 20 Minuten zu belohnen.

Daraufhin starteten die Mannen vom Westerwald mal wieder eine Aufholjagd nach der Halbzeit. Das Spiel gestaltete sich nun offener. Höheres Tempo im Angriff und somit herausgespielte Lücken in der Abwehr des Gegners führten so zu Torerfolgen. Allerdings litt unter dem schnelleren Spiel auch die Konzentration in der Abwehr, weswegen man den Gästen einfache Torabschlüsse ermöglichte. Immer wieder ließen die Hausherren den Rückstand auf zwei Tore schmelzen. Doch aufzuschließen gelang durch vermehrte Ballverluste, hektische Abschlüsse und einem starken Schlussmann der Koblenzer nicht. Die Gäste setzten sich sieben Minuten vor dem Abpfiff erneut mit vier Toren ab. Die Gastgeber mobilisierten mit lautstarker Unterstützung von der Tribüne die letzte Reserven und konnten kurz vor Schluss noch einmal aufschließen. Jedoch stand die Mannschaft dann sich selbst im Weg. Ein Ballverlust der Betzdorfer und ein daraus folgendes schnelles Gegentor entschied das Spiel zum 26:28 Endstand. Eine erneut knappe Niederlage, bei der man sich über weite Teile des Spiels auf Augenhöhe befand und somit genug Möglichkeiten hatte, die Partie zu entscheiden. Doch zu viele Fehler in der Schlussphase legten wiederholt die mangelnde Nervenstärke der jungen Mannschaft offen. Erfreulich zeigten sich die Hausherren, dass man mit einer gut besetzten Tribüne wieder an die Zuschauerzahlen aus dem Vorjahr anknüpfen konnte und somit die Begeisterung für den Handballsport nicht abgenommen hat. Nun gilt es im Laufe der Woche die Fehler aufzuarbeiten und ebenso motiviert am kommenden Wochenende auf Punktejagd zu den Wölfen aus Puderbach zu fahren.

Für die DJK spielten: Jan Kilian, Mathis Weitz - Christian Brec, Maximilian Burghaus (3), Tom Flender (3), Daniel Geb, Thomas Greb (2), Florian Heidrich (5), Felix Henseler (4), Max Henseler (4), Timo Lübcke, Ben Molly, Robert Pfeifer (5), Luca Weitz

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